Kurzgefasste Chronik in der Zeit von 1960 bis 2005

Am 12. März 1960 wurde der Verein unter dem Namen Allgemeiner Zucht- und Gebrauchshundeverein in der Gaststätte "Zur Siedlerklause" an der Vogelwoogstrasse von einer kleinen Gruppe von Hundefreunden ins Leben gerufen.Vierzehn Tage nach der Gründungsversammlung übernahm Sportfreund Reinhardt das Amt des Schriftführers, welches er bis zum Jahr 1968 begleitete und Sportfreund Willi Adam wurde in der gleichen Versammlung als 1. Ausbildungsleiter gewählt.Im Monat August 1960 zog der Verein auf ein Waldstück (alte Brandstelle) am Vogelwoog um, welches er von der Forstverwaltung unter Vertrag nahm. Mit Hilfe der amerikanischen Raupenfahrzeuge konnte in dem gleichen Jahr das Platzgelände eingeebnet und seinem Zweck entsprechend hergerichtet werden. Gegenüber diesem Platzgelände befand sich das Tierheim.Der Verein errichtete im gleichen Jahr ein Klubheim, welches von abgerissenen Barackenteilen zusammengestellt wurde. Durch die in dieser Zeit bestandene Bauverordnung, durfte dieses Bauwerk nach Süden nicht mit einer Massivwand versehen werden, da man eine Wohnung in diesem Bauwerk verhindern wollte. Diese Unterkunft wurde im Jahr 1961 vor einer überregionalen Veranstaltung, die auf diesem Gelände stattfand, fertig gestellt, um Mitgliedern und Gästen einen Unterschlupf zu gewähren. Das damalige Platzgelände hatte fast die gleiche Größenordnung wie das heutige obere Gelände. Zahlreiche Hundefreunde fanden sich so nach und nach auf dem neuen Gelände ein, um Ihre Hunde zum Gebrauchshund auszubilden. Schon bald sah man Fortschritte in der Ausbildung die auch schon ein Jahr später zum Erfolg führten. Zur gleichen Zeit wurde auch ein Boxenhaus mit 30 Boxen für die Vierbeiner geschaffen und zwei Zwinger standen den Mitgliedern zur Verfügung.

Im Jahre 1961 änderte der Verein seinen Namen in "Dressurverein für Schutz- und Polizeihunde e.V."

Mit diesem Namen wurde der Verein in das Registerbuch beim Amtsgericht Kaiserslautern unter der Vereinsregister-Nummer 1225 eingetragen. Den Anlass zur Änderung gab der damals fungierende Würtembergisch-Badischer-Dressurverband für Schutz- und Polizeihunde, in Abkürzung WBDV beim Verbandstag in Vaihingen. Bei der gleichen Versammlung bewarb sich der Verein um die Durchführung der Haupt-, Leistungs- und Siegerprüfung, die im August desselben Jahres zur Austragung kam. Die Delegierten des Verbandtages stimmten zu, dass diese Veranstaltung in Kaiserslautern zur Austragung kam. Diese sportliche Ereignis fand dann auf dem neuerichteten Gelände statt.

Zu der Landesverbands-, Haupt- und Siegerprüfung, die am 2. und 3. September 1961 zur Durchführung kam, gestaltete der Verein am Vorabend in der damaligen Wirtschaft Buck im Lothringer Dell einen Galaabend zu dem zahlreiche Ehrengäste, Hundeführer und Vereine des Sports und Unterhaltung teilnahmen. Der Ehrenspielführer der Nationalelf Fritz Walter hatte hierzu die Schirmherrschaft übernommen. Das Deutsche Fernsehen strahlte erstmalig in der Bundesrepublik die hundesportlichen Leistungen aus. Dieser Film wurde später dem Verein für sein Archiv zur Verfügung gestellt und wird den Mitgliedern von Zeit zu Zeit vorgeführt.‚

Zwei Ausscheidungsprüfungen wurden von dem Verein bisher veranstaltet. Die erste Prüfung fand im Jahre 1965 auf dem Gelände des ESC-West und die zweite Prüfung im Jahre 1981 auf dem jetzigen Gelände statt. Die Kreisgruppen-Führtenausscheidungsprüfung führten wir im Jahre 1986 durch.

Nicht allzu lange hatte der Verein an diesem idyllisch gelegenen Gelände Freude, denn im Jahre 1965 wurde uns das Pachtgelände von der Forstverwaltung gekündigt. Dies war für den Verein ein harter Schlag. Von da an, begannen langwierige Verhandlungen mit der Stadtverwaltung. Man bot uns schließlich das jetzige Gelände in einem rohen und verwüsteten Zustand an, dass dann in mühseliger Arbeit hergerichtet werden musste. Das obige Platzgelände musste termingerecht geräumt und gesäubert werden. Zwischenzeitlich stand auch das jetzige Platzgelände dem Verein zur Fortsetzung seiner Übungsstunden und zur Durchführung der geplanten Wettkämpfe ohne Unterkunft zur Verfügung. Wiederum wurden von dem zwischendurch abgerissenen Vereinsheim Teile verwendet, um einen Unterschlupf für die Hundeführer zu gewährleisten. Ohne jegliche Zuschüsse steuerte der Verein neue Ziele an. Durch ein notariell zugesichertes Darlehen in Höhe von DM 15 000 .- (die Bürgschaft oblag dem damaligen Oberbürgermeister Hans Jung) wurde das noch heute bestehende Vereinsheim geschaffen, welches einen Schätzwert von ca. DM 300 000.- darstellt. Mitglieder - ob jung, ob alt - kämpften mit aller Kraft, um ein neues Zuhause. Die Einweihungsfeier des neu erstellten Heimes und der Platzanlage fand im Jahre 1969 statt. Ex-Europameister der Schwergewichtsklasse im Boxen, Karl Mildenberger, übernahm mit einem gleichzeitigen Städtewettkampf hierzu die Schirmherrschaft.‚

Im Jahr 1973 sah sich der Verein erneut gezwungen seinen bisherigen Vereinsnamen zu ändern. Ein neues Tierschutzgesetz verbat allen Vereinen den Beinamen: "Dressur" zu verwenden. Kurzentschlossen änderten wir unseren Namen von da an "Verein für Schutz- und Polizeihunde e.V. Kaiserslautern.

Im Jahr 1974 erstellte der Verein, als weiteren Zugewinn, die Flutlichtanlage. Dieses Projekt wurde erforderlich, um auch in den Winterzeiten mit den Hunden arbeiten zu können. Der sportliche Ablauf durfte während den Bauarbeiten nicht ins Hintertreffen geraten, denn der Verein war mit seinen Vierbeinern unentwegt unterwegs, um an Wettkämpfen und Prüfungen teilzunehmen. Der Verein stellte den Pfalzmeister bei den Mannschaftsmeisterschaften, den Jugendmeister und eine Sportfreundin kämpfte sich durch zwei Ausscheidungsprüfungen bis zur Verbandssiegerprüfung. Außerdem verging kein Jahr, in dem der Verein keine Einzelsieger und Gruppensieger bei Pokalkämpfen hatte. Die im Vereinsheim ausgestellten Trophäen geben Beweis dafür, dass unsere Akteure mit in der Spitze kämpften.

Presse und Fernsehen waren zwischendurch zweimal auf dem Platzgelände, um einmal der öffentlichkeit zu zeigen, das man "Lauf mit dem Hund" bei 5, 10 und 15 km ohne Anstrengung betreiben kann und das Programm "Sport mit dem Hund" mit Hindernisläufen für Kinder und Erwachsene als Sportart aufnehmen sollte.In den letzten Jahren wurden 40 neue Boxen für die Unterbringung unserer Tiere erstellt und ebenso eine Überdachung am Platzgelände, welches ca. 80 Personen bei schlechtem Wetter bei einer Veranstaltung Unterschlupf bietet.Im Jahr 1979 übernahm Sportfreund Reinhardt den Vorsitz der neugegründeten Kreisgruppe 01 des in der Zwischenzeit geänderten Verbandes (SWHV) und Sportfreundin Claudia Eckerle begleitete in der selben Zeit die Position des Kreisgruppen-Jugendleiters.

Die letzten 10 Jahre waren von hohem sportlichen Ergeiz und vielen Aktivitäten unserer Mitglieder ausgefüllt. Ständige Neuerungen der Prüfungsordnung zwang uns zu einer humaneren Ausbildung der Hunde, wie wir sie zuvor nie kannten.Ralf Gehm erreichte 1981 in Ludwigshafen-Friesenheim den 17.Platz bei der SWHV-Siegerprüfung.Im Jahre 1984 wurde durch die Landesregierung den Hundeführern die Hundesteuerermäßigung entzogen, so dass keinerlei Entschüdigung für ihre harte Arbeit im Hundesport mehr bestehen.‚Ein Jahr später konnte sich das neue Mitglied Andreas Mayer mit seinem Dalmatiner über die Landesverbandssiegerprüfung bis hin zur Deutschen Meisterschaft in Hameln durchsetzen und dort den 20.Platz erreichen.

Der Verein führt jährlich seine 3 Prüfungen, 1 Vereinsmeisterschaft, 1 Städtewettkampf und 1 Flutlichtkampf  als einen festen Bestandteil seiner sportlichen Tätigkeiten durch. Weiter kommt einmal jährlich einen 10 km Lauf hinzu. In den letzten Jahren war der Verein bei den Maimarktumzügen mit Festwagen und Fußgruppen beteiligt und beim Altstadtfest präsentierte er sich mit 2 Verkaufsständen. Der Verein besteht zurzeit aus 230 Mitgliedern und hat jährlich für die Unterhaltung der Platzanlage, des Gebäudekomplexes und für die Ausbildung einen Kostenaufwand von ca. 35 000.- DM zu erbringen. Die Mitgliedsbeiträge reichen bei weitem hierfür nicht aus, so dass der Verein auf Spenden und zusätzliche Einnahmen von Veranstaltungen angewiesen ist.Der Verein begann ab 1984 jährlich einen Waldlauf auf einer Distanz von 10 km für interessierte Hundehalter durchzuführen. Als Anreiz wurden vom Deutschen Sportbund Trimm-Taler zur Verfügung gestellt und die von der Allgemeinen Ortskrankenkasse finanziert wurden.

Die im Jahre 1989 erstmals durchgeführten Grundlehrgänge von je sechs Wochen für interessierte Hundehalter wurden zum Bestandteil.Ebenfalls im Jahr 1989, bei der Ausstellung "Pfälzer Land" präsentierte sich der Verein, mit einem Info-Stand.

1989 wurde dem Verein ein weiteres Grundstück als Welpengelände an der Denisstrasse von der Stadtverwaltung auf unbestimmte Zeit zur Verfügung gestellt, auf dem sich wöchentlich Hundehalter mit Welpen einfinden, um die kleinen Hunde auf ihr künftiges Leben vorzubereiten.

Beim 30-jährigen Jubiläum im Jahre 1990 wurden zahlreiche Mitglieder mit Erinnerungsmedallien für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

1992 wurde ein lang gehegter Wunsch von Kindern endlich verwirklicht. Einen Kinderspielplatz mit Rutschbahnen und Schaukeln sowie Sandkasten und andere Spielgeräte konnte den Kindern zur Verfügung gestellt werden.Alljährlich beteiligt sich der Verein am Ferienprogramm und führt die Kinder mit ihren Lieblingen zum Trainingserfolg. Auch werden Urkunden über die Teilnahme vergeben.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Polizeihunde im Mai 1993 im Fritz Walter-Stadion führten wir in den Pausen auf dem Nebenplatz mit einer Turnierhund-Sportgruppe eine neuartige Sportart im Vierkampf vor zahlreichen Besuchern vor und erhielten hierfür berauschenden Beifall.

Bei den ständigen Verbandsjugendlagern die abwechseln in anderen Städten des Südwestdeutschen Raumes jährlich stattfinden, waren unsere Jugendliche ununterbrochen mit Freude und Begeisterung dabei.

Im Juli 1993 fand bei uns die Pfalzmeisterschaft, die alle zwei Jahre in der Westpfalz zur Austragung kommt, statt. Viele Teilnehmer aus der gesamten Pfalz kamen nach Kaiserslautern und verfolgten aufmerksam die Leistung der entsandten Tiere.

Die Satzung wurde seit Bestehen des Vereins mehrmals geändert und so auch im Februar 1994. Sie wurde auf den neuesten Stand abgestimmt und von den Mitgliedern angenommen.Als Erweiterung der Satzung wurde zusätzlich zu den bestehenden Platz-, Haus-, Boxen- Hundeführerordnung auch eine Geschäftsordnung angegliedert die die Tätigkeiten und Pflichten der Vorstandsmitglieder im einzelnem regelt.

Im Jahre 1996 begann der Verein mit einem weiteren Bauwerk, das sich neben dem Vereinsheim befindet. Auf Grund eines Volumens von DM 55 000.- Guthaben wurde der Verein vom hiesigen Finanzamt aufgefordert diese hohe Summe zu reduzieren, da nach der Gemeinnützigkeits-Verordnung ein Verein nur DM 1 000.- am Jahresende in der Kasse haben darf. Die Mitglieder entschlossen sich daraufhin ein weiteres Bauwerk zu errichten, was uns durch harte Arbeit gelang. Das Bauwerkwerk soll demnächst seiner eigentlichen Bestimmung übergeben werden.

Der Verein war zur gleichen Zeit gezwungen, das Erbbaurecht, welches für weitere 25 Jahre verlängert werden musste, um ein Vielfaches in der Größenordnung für dieses neue Bauwerk abzuschließen.

Eine neue Sportart wurde im Jahre 1997 von unserem Verein übernommen. Der Name kommt aus dem englischem und nennt sich "Agility". Besondere Trainingstage sind dazu erforderlich und es müssen sehr viele Spezialgeräteverwendet werden. Die Gruppe dieser Sportart war schon bereits bei vielen Turnieren vertreten und hat schon beachtliche Erfolge erzielt.

Ab dem Jahr 1997 mussten auf Anordnung des Deutschen Hundesportverbandes sämtliche Vereinsausbilder einen Trainerschein besitzen, um überhaupt noch auf den Plätzen Anweisungen geben zu können. Daraufhin wurden von dem Verein die Sportfreundinnen Cornelia Becker-Plümer, Ina Mang und Hildegard Reiser sowie Josef Reinhardt und Martin Müller zur Schulung gemeldet. Die Abschlussprüfung zum Sachkundenachweis fand dann 1998 im Vereinsheim statt und von da an verfügen wir über geschulte Ausbilder.

Im Jahre 1998 stellte der Verein eine Rettungshundestaffel auf, die im Ernstfall für Rettung von Menschen eingesetzt werden sollen. Unter harten Voraussetzungen bei den Ausbildungsarbeiten konnten vier Hundeführer und zwar: Josef Reinhardt, Otto Sander, Peter Kluge und Hildegard Reiser im Februar 1999 ihre Rettungshund-Tauglichkeits-Prüfung absolvieren.

Zu Schulungsbeauftragten innerhalb der Kreisgruppe im Februar 1999 Josef Reinhardt und Horst Müller vom Südwestdeutschen Hundeverband ernannt.

Im Jahre 2002. Erneute Namensänderung in "Hundesportverein Kaiserslautern e.V."

Der Verein, der weit über die Grenzen der Pfalz den Hundesportlern ein Begriff ist und auch bei deren Vereinen Anerkennung fand, ist bemüht künftig gegenseitige Pokalkämpfe durchzuführen. Richter und Hundeführer kommen immer wieder gerne nach Kaiserslautern, da Freundschaft und Zusammenhalt als erstes Gebot zählt.

Unsere aktiven Hundeführer wirkten auch bei vielen Hochzeiten mit ihren Vierbeinern mit, in dem sie Spalier vor Kirchen und Standesämtern standen.

Viele Leistungen von bereits verstorbenen und lebenden Mitgliedern sind an dieser Stelle zu erwähnen, die in Freud und Leid der 45-jährigen Geschichte treu zusammen standen und den Verein mit all ihren Kräften unterstützen.

  • Winterpause:
    letzte Übungstunde am 16.12. Nächste am 09.01.18

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Hundesportverein Kaiserslautern e.V.